Das jeweils passgenaue wissenschaftlich fundierte Beratungsangebot des CEWS wendet sich sowohl an die Führungsebenen und Gleichstellungsbeauftragten im Wissenschaftsbetrieb als auch an die einzelne Wissenschaftlerin. Diese Orientierung auf zwei Ebenen erhöht die Chancen auf eine positive Veränderung hinsichtlich der Durchsetzung der Chancengleichheit. Damit setzen wir einerseits an den Strukturen des Wissenschaftsbetriebs an und behalten andererseits die individuelle Förderung fest im Blick. Diese Consulting-Leistungen decken ein breites Spektrum ab und sind auf die jeweilige Bedarfslage der Nachfragenden zugeschnitten: Das CEWS berät zu aktuellen Themen, in strategischen Grundsatzfragen oder zur Karriereplanung.
Die Trainingsangebote richten sich in erster Linie an Wissenschaftlerinnen(-gruppen). Im Zentrum stehen dabei Karrierestrategietrainings für zukünftige Professorinnen. Durch den Einsatz von ausgesuchten, hochschulerfahrenen, engagierten Trainerinnen und die wissenschaftliche Begleitung durch das CEWS können wir den Teilnehmerinnen hohe Qualitätsstandards garantieren; dies belegen auch die Evaluationsergebnisse dieser Trainingsmaßnahmen. Auch für Führungskräfte in wissenschaftlichen Einrichtungen halten wir Weiterbildungsangebote bereit – etwa in Form von Gender-Trainings.
Projekte:
Bundesprogramm Anstoß zum Aufstieg
Peer Mentoring in außerhochschulischen Forschungseinrichtungen
Berufungstrainings in Kooperation mit dem Deutschen Hochschulverband:
POTENTIALE NUTZEN!
Individuelles Bewerbungstraining für Natur- und Technikwissenschaftlerinnen und Medizinerinnen
FFFZ Tagungshaus Düsseldorf, 27.- 28.11.2007
http://www.cews.org/informationpool/vkalender.php
Das Programm wurde durch das CEWS im Jahre 2001 flankierend zur Dienstrechtsreform und zum Hochschul-Wissenschaftsprogramm (HWP) konzipiert und wird seit Ende 2001 im Rahmen einer Public-Private-Partnership mit dem Unternehmen L’ORÈAL Deutschland durchgeführt. Ziel der in diesem Programm durchgeführten Trainingsseminare für hochqualifizierte Wissenschaftlerinnen ist es, den Frauenanteil bei der Besetzung von Professuren und Juniorprofessuren nachhaltig zu erhöhen. Die Zielsetzung der Bundesregierung, bis zum Jahr 2005 einen Professorinnenanteil von 20 % zu erreichen, soll u.a. mit diesem Förderungsinstrument verfolgt werden.
Bis zum Ende des Jahres 2003 wurden 706 hochqualifizierte Wissenschaftlerinnen in 52 dreitägigen Präsenzseminaren mit anschließendem Coaching-Angebot trainiert.
Die Seminare wurden im Auftrag des CEWS durch zwei externe Trainerinnenteams durchgeführt (uni-support und CompetenceConsulting). Die Teams bestehen aus jeweils drei komplementär qualifizierten Fachfrauen, die im Rahmen einer Öffentlichen Ausschreibung durch den Wissenschaftlichen Beirat des Programms ausgewählt wurden.
Parallel zu den laufenden Seminaren führte das CEWS bereits die Evaluierung des Programms durch, die Auswertung der ersten 310 Fragebögen bestätigt das im Zuge der Qualitätskontrolle bedarfsgerecht modifizierte Programm-Konzept; 69 % der Befragten würden das Seminar anderen Wissenschaftlerinnen in einer ähnlichen Situation uneingeschränkt, 28 % bedingt weiterempfehlen.
Das Programm hat zu zwei Dritteln Wissenschaftlerinnen erreicht, die die Voraussetzungen für eine Universitäts- oder Fachhochschulprofessur erfüllen, zu einem Drittel angehende Juniorprofessorinnen. In diesem Verhältnis spiegelt sich die Förderpolitik des vergangenen Jahrzehnts wider, die in erster Linie der Qualifizierung für eine Professur galt, sie hat dieses angestrebte Potenzial erreicht. Das Fächerspektrum der Teilnehmerinnen verteilt sich etwa gleich in die große Unterteilung Geistes- und Sozialwissenschaften (52 %) und Naturwissenschaften (48 %). Die Teilnehmerinnen kommen überwiegend aus dem Hochschulbereich (64 %), nachrangig aus der außeruniversitären Forschung (17 %) oder sonstigen Tätigkeitsfeldern (19 %). Das Programm Anstoß zum Aufstieg (AzA) dient auch dem Ziel, Wissenschaftlerinnen aus Forschungsaufenthalten im europäischen Ausland wie auch in USA, Australien oder Singapur für eine Karriere an einer deutschen Hochschule zurückzugewinnen. Der Anhang enthält eine Übersicht aller AzA-Seminare.
In seiner Passgenauigkeit eignet das Programm sich zum notwendigen „Empowerment“ für das mittels dieses 3-Jahres-Programms sichtbar gewordenen Nachwuchs-Potenzials von insgesamt etwa 1000 angehenden Hochschullehrerinnen. Das Programm umfasste ein Finanzvolumen von insgesamt 1,068 Millionen €, welches sich aus der ca. 75 %-igen Bundeszuwendung, den Eigenbeteiligungen der Teilnehmerinnen und den Sponsorengeldern zusammensetzte. Die abschließenden Evaluationsergebnisse des CEWS wurden am 03.11.2004 auf einer Fachtagung im Wissenschaftszentrum Bonn präsentiert und 2005 im Kleine Verlag publiziert.
Da diese Berufungstrainings nach wie vor von Wissenschaftlerinnen angefordert werden, hat sich das CEWS um Alternativen bemüht und ein bedarfsgerechtes, auf den erworbenen Erfahrungen aufbauendes Fortbildungsangebot für (Junior-) Professorinnen in Kooperation mit dem Deutschen Hochschulverband DHV verstetigt.
Mit dem Ziel der Übertragung des Programms auf andere europäische Länder wie Österreich, Schweiz, Belgien und die Niederlande, die vergleichbare Rekrutierungswege für ihren Hochschullehrerinnen-Nachwuchs aufweisen, hat das CEWS im Juli 2004 ein Pilotseminar in Deutschland durchgeführt, das von L’ORÈAL gesponsert wurde.. Auf dieser Erfahrungsgrundlage wurde ein entsprechender Projektantrag an die EU-Kommission zur Durchführung eines europäischen Pilotprogramms im Herbst 2004 eingereicht.
Mit dem Pilotprojekt Peer-Mentoring in außeruniversitären Forschungseinrichtungen soll eine neue Form des Mentoring – nämlich die gegenseitige Förderung von gleichgestellten Gruppenmitgliedern – erstmalig in der deutschen Wissenschaftslandschaft installiert und erprobt werden.
Das Projekt wurde zur Bewerbung durch entsprechende Peer-Mentoring-Gruppen öffentlich ausgeschrieben, die zweijährige Pilotphase für vier ausgewählte Gruppen aus den Wissenschaftsorganisationen Max Planck Gesellschaft, der Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz und der Helmholtz Gemeinschaft hat im März 2004 begonnen. Das CEWS hat das Konzept dieses Vorhabens auf der Grundlage der Ergebnisse des von ihm Ende 2001 durchgeführten Fachgespräches zu Mentoringprogrammen für Wissenschaftlerinnen erarbeitet und führt das Rahmenprogramm sowie die fachliche Begleitung des Pilotprojektes durch. Das Rahmenprogramm besteht aus je einer Auftakt- und Abschlussveranstaltung und aus einem bedarfsgerechten Angebot thematischer Seminare, aus dem die Teilnehmerinnen eine Auswahl treffen können. Die Seminare dienen der Vermittlung überfachlicher Kompetenzen, es handelt sich um Themen aus dem Spektrum Wissenschafts- und Forschungsmanagement (Drittmittelakquise, EU-Forschungsförderung, Zeit- und Projektmanagement, Kommunikations- und Verhandlungstraining, Führungskompetenz in der Wissenschaft) sowie Work-Life-Balancing (Individuelles (Online-) Coaching). Die Seminare finden kontinuierlich in dem Zeitraum Herbst 2004 – Sommer 2005 statt.
Im November 2004 wurde vom CEWS die interne elektronische Kommunikationsplattform für das Pilotvorhaben Peer Mentoring freigeschaltet:
http://www.cews.org/coco/start/coco.php.
Das CEWS evaluiert das Vorhaben auch im Vergleich zu dokumentierten Erfahrungen mit der MentoringWerkstatt an der Universität Zürich in den Jahren 2000-2004.
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