Kompetenzzentrum Frauen in Wissenschaft und Forschung


EU-Aktivitäten - Konsortialpartner

 

Der Konsortialpartner in einem Projekt übernimmt per Konsortialvertrag festgelegte Aufgaben und erhält dafür vom Koordinator des Projektes, der die zur Finanzierung von der EU bewilligten Gelder verwaltet, einen finanziellen Beitrag.

Im Idealfall sind alle Partner eines Projektes bereits in die Erarbeitung der Projektskizze involviert, die dann bei der EU eingereicht wird.

Aktuelles Projekt:

Women in Construction Scientific Research WOMEN-CORE

Das CEWS steht darüber hinaus als Partnerorganisation für Dienstleistungsaufträge der Kommission der Europäischen Union zur Verfügung.

Die Ausschreibungen der EU sind i.d.R. überzeichnet, so dass auch positiv evaluierte Anträge nicht finanziert werden können. Um einen Einblick in die mögliche Mitarbeit des CEWS zu bieten, stellen wir gerne zwei Projekte kurz vor.

Equal opportunities in science EQUOS

Monitoring Progress towards Gender Equality in 6 FP (Tender)

Wissenschaftlerinnen in der Konstruktionsforschung stärken: CEWS baut europäische Vernetzung aus - Partner im EU-Projekt WOMEN-CORE

Neben dem Aufbau der European Platform of Women Scientists (EPWS) will das CEWS Wissenschaftlerinnen in der Konstruktionsforschung in Europa stärken. Als Konsortialpartner arbeitet das Kompetenzzentrum mit fünf Organisationen aus Spanien, Dänemark, Großbritannien und der Tschechischen Republik in den kommenden zwei Jahren am EU-Forschungsprojekt "Women in Construction Scientific Research WOMEN-CORE". WOMEN-CORE startete im April mit einem Kick-Off in Bilbao, Spanien. Projektleiter ist das spanische Forschungszentrum LABEIN. Das Konsortium umfasst neben dem Koordinator LABEIN und dem CEWS auch das Centre for European Initiatives and Research in the Mediterranean - CIREM (Spanien), das Copenhagen Institute for Futures Studies - CIFS (Dänemark), die Czech Technical University - CVUT (Tschechische Republik) und die Loughborough University (Großbritannien). WOMEN-CORE schließt in seinen Inhalten unmittelbar an die Ergebnisse des WIR (Women in Industial Research)-Berichts der Europäischen Kommission sowie der WIR-Konferenz in Berlin 2003 an.

"Ziel unseres Projektes ist es, die Beteiligung von Wissenschaftlerinnen in den verschiedenen Bereichen der Konstruktionsforschung in Europa zu stärken", erklärt Isabel Beuter, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am IZ. "Hierzu identifizieren wir die Forschungsbereiche, die für Wissenschaftlerinnen besonders attraktiv sind. Darüber hinaus wollen wir herausfinden, ob es Forschungsfragen gibt, die bisher nicht beachtete Geschlechtsspezifika aufweisen." Gleichzeitig soll WOMEN-CORE neue Möglichkeiten erforschen, durch die Frauen in der Konstruktionsforschung unterstützt werden können. "Nicht zuletzt will das Projekt das Wissen über Frauen und für Frauen verbessern und auf die Thematik aufmerksam machen", berichtet Beuter. "Dafür bauen wir ein Netzwerk von und für Frauen in der Konstruktionsforschung auf."

Die einzelnen Ziele wollen die Partner in verschiedenen, aufeinander aufbauenden Arbeitspaketen erreichen. Zunächst werden quantitative und qualitative Informationsquellen gesammelt und ausgewertet, um eine Einschätzung der Inhalte, Verwendbarkeit und Genauigkeit der vorhandenen Daten zu erhalten. Im Zentrum des Projektes stehen mehrere Forschungsarbeiten, in denen neue Daten erhoben und ausgewertet werden sollen, um das Wissen über die Situation von Frauen in der Konstruktionsforschung zu erweitern. Darauf aufbauend wird WOMEN-CORE neue Möglichkeiten zur Stärkung von Wissenschaftlerinnen in den unterschiedlichen Bereichen der Konstruktion und Konstruktionsforschung aufzeigen und Empfehlungen erarbeiten. Hauptaufgaben des CEWS sind die Mitarbeit an den Arbeitspaketen "State of the art and methodological approach" und "Awareness, dissemination and exploitation" sowie die Leitung des Arbeitspaketes "Improving the knowledge base of women in construction research: exploring new sources".

Die Laufzeit dieses Forschungsprojektes, das als Specific Targeted Research Project im 6. Forschungsrahmenprogramm gefördert wird, ist auf 30 Monate angesetzt. Das Gesamtvolumen beträgt rund 1,8 Millionen Euro. Neben der Stärkung des Arbeitsbereichs "Frauen in der industriellen Forschung" wird WOMEN-CORE auch Synergien nutzen können, die sich aus der European Platform of Women Scientists EPWS, einer Specific Support Action im 6. Forschungsrahmenprogramm, ergeben. Die Projektkoordination hierfür ist am CEWS angesiedelt, das damit seine nationalen und europäischen Vernetzungsaktivitäten weiter stärkt.

www.women-core.org

Ansprechpartnerinnen:

Kathrin Samjeske
Tel. +49 (0) 228 – 96 11 83 - 27
kathrin.samjeske@cews.org

Anja Tibes
Tel. +49 (0) 228 - 96 11 83 - 29
anja.tibes@cews.org.

EQUOS

Mit dem Zentrum für Chancengleichheitspolitik der Universität Leuven, Belgien, und weiteren Partnerorganisationen hat das CEWS einen Projektantrag mit dem Titel "Indicators for gender mainstreaming at universities: Monitoring equal opportunities in academic careers", Equal opportunities in science EQUOS erarbeitet. Die Hauptaufgabe des CEWS sollte dabei in der Erstellung eines Katalogs von Gleichstellungsindikatoren und einer Fallstudie einer deutschen Universität liegen. Die Laufzeit des Projektes war auf 3 Jahre angelegt mit einem beantragten Fördervolumen von rund 1,4 Mio Euro.

Das Zentrum für Chancengleichheitspolitik der Universität Leuven beabsichtigt, einen modifizierten Antrag in einer neuen Ausschreibungsrunde einzureichen.

Monitoring Progress towards Gender Equality in 6 FP (Tender)

Im 5. und im 6. Forschungsrahmenprogramm der EU wird ein Frauenanteil von 40% an den Marie-Curie-Stipendien und an allen beratenden Versammlungen und Gutachtergremien angestrebt. Zur Überprüfung der Erfolge im 6. Rahmenprogramm wurde ein entsprechender Dienstleistungsauftrag ausgeschrieben. Die Unternehmensberatung Deloitte & Touche mit Sitz in Belgien, die weitreichende Erfahrung im Bereich Evaluation besitzt, hat das CEWS für diesen Auftrag als Partnerorganisation angefragt.

Dieser Dienstleitungsauftrag gliedert sich in fünf separat vergebene Lose mit einem Gesamtvolumen von knapp 1,2 Mio. Euro und einer Laufzeit von drei Jahren. Leider war Deloitte in keinem der Lose erfolgreich.



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