Kompetenzzentrum Frauen in Wissenschaft und Forschung


EU-Aktivitäten - Projektleitung / Koordination

Aktuell koordiniert das CEWS zwei Projekte im Arbeitsprogramm Wissenschaft und Gesellschaft: die European Platform of Women Scientists (PLATWOMSCI) und Encouragement to Advance  - Training Seminars for Women Scientitst (ENCOUWOMSCI). 
Ein weiteres Projekt Databases of Women Scientists (DATAWOMSCI) wurde bereits abgeschlossen.

Bei allen drei Projekten handelt es sich um sog. Specific Support Actions (SSA).

European Platform of Women Scientists EPWS

Mit der European Platform of Women Scientists wird eine zentrale Organisationsstruktur aufgebaut, die vom Standort Brüssel aus die Arbeit zahlreicher nationaler, regionaler und internationaler Netzwerke für Wissenschaftlerinnen im Sinne eines "Networking the Networks" unterstützt und gleichzeitig politisch in die Europäische Kommission hinein wirkt. Grundlegendes Ziel ist es, den Wissenschaftlerinnen ihre Einwirkungsmöglichkeiten in der europäischen Politikdebatte zu verdeutlichen und diese Möglichkeiten auch umfassend zu nutzen.

 

Das EU-Projekt startete am 01. Februar 2005. Es umfasst eine Laufzeit von 28 Monaten und ein Fördervolumen von rund 2 Mio. Euro.  

 

Weitere Informationen zur Plattform in englischer Sprache:

http://www.epws.org/
 

Ansprechpartnerin: Isabel Beuter  

 

 

 

 

„Encouragement to Advance – Training Seminars for Women Scientists“

Nach erfolgreichen Verhandlungen mit der Europäischen Kommission, Generaldirektion Forschung, Women and Science Unit, startete das CEWS im Informationszentrum Sozialwissenschaften am 1. Oktober 2006 mit einem weiteren EU-Projekt. Das europaweite Projekt „Encouragement to Advance – Training Seminars for Women Scientists“, das am CEWS koordiniert wird, dient der Förderung von high potentials in Wissenschaft und Forschung. Das CEWS unterstützt damit supranationale Karrierestrategien von Wissenschaftlerinnen auf dem Weg zur Professur.

Neben der „European Platform of Women Scientists EPWS“ und „Women in Construction Scientific Research Women-CORE“ startete in diesem Jahr ein EU-Projekt am CEWS, welches hoch qualifizierte Wissenschaftlerinnen befähigen soll, sich auf eine Professur in Belgien, Deutschland, den Niederlanden, Österreich, der Schweiz und Tschechien zu bewerben. Diese Länderauswahl beruht darauf, dass in diesen sechs Ländern das Berufungsverfahren vergleichbar ist.

Das Projekt Encouragement to Advance – Training Seminars for Women Scientists, eine Specific Support Action des 6. Europäischen Forschungsrahmenprogramms, richtet sich an Wissenschaftlerinnen aus ganz Europa, die noch keine Professur innehaben, jedoch über die notwendigen Qualifikationen verfügen. Bewerben können sich Wissenschaftlerinnen, deren Promotion mindestens vier Jahre zurückliegt und die grundlegende Kenntnisse der Wissenschaftslandschaft eines Ziellandes besitzen.  

Ein internationales Berufungstraining bereitet Wissenschaftlerinnen aller Fachbereiche auf die effektive Präsentation ihres Berufungsvortrags, Verhandlungsführung mit einer Berufungskommission und nationale Besonderheiten bei Berufungen in den oben genannten Ländern vor. Neben der optimalen Gestaltung der Bewerbungsunterlagen und dem Training der öffentlichen und nicht-öffentlichen Teile der Berufungsverfahren, reflektieren die Teilnehmerinnen während eines viertägigen Seminars auch ihren eigenen Berufsweg, planen bevorstehende Karriereschritte und Karriereziele, positionieren sich mit ihren Fähigkeiten in der nationalen und internationalen Forschungslandschaft ihres Faches und erfahren Unterstützung im Aufbau eines internationalen Netzwerkes von Forscherinnen.

Am letzten Seminartag beschäftigen sich die Teilnehmerinnen intensiv mit der europäischen Dimension von Wissenschaft und Forschung. Expertinnen und Experten geben Einblick in die Europäische Wissenschaftspolitik, zeigen Handlungsoptionen im 7. Europäischen Forschungsrahmenprogramm (2007-2013) auf und stellen die Europäische Plattform für Wissenschaftlerinnen EPWS vor.  

Im Zeitraum von April 2007 bis Januar 2008 werden 16 Seminare, mit einer Gruppengröße von maximal 14 Teilnehmerinnen, in einem geeigneten Tagungshotel in Brüssel stattfinden. Die kleine Gruppengröße sichert den intensiven Trainingscharakter und den persönlichen Rahmen der Veranstaltungen. Seminarsprache ist, je nach Zusammensetzung der Gruppe, Englisch oder Deutsch.

Die Teilnahme an einem viertägigen Seminar kostet 250,- €, darin enthalten sind Übernachtung und Verpflegung durch das Hotel sowie Seminar- und Materialkosten. Auf Antrag wird eine Übernahme von Kinderbetreuungskosten am Wohnort für die Dauer des Seminars möglich sein.

Die Gesamtfördersumme der Europäischen Kommission für die Durchführung von Encouragement to Advance – Training Seminars for Women Scientists beträgt für die Projektlaufzeit von 22 Monaten rund 430.000,- €.

Bewerbungen:  

1) Application Form (Interactive) or  Application Form (Download)

2) Letter of Motivation (maximum of 1000 words) to anke.lipinsky@cews.org.

Das Projekt Encouragement to Advance – Training Seminars for Women Scientists baut auf den positiven Erfahrungen des bundesweiten Projekts „Anstoß zum Aufstieg“ auf. In diesem Programm wurden über 700 Wissenschaftlerinnen in Seminar, Rollenspiel, Verhandlungstraining und Coaching professionell auf Bewerbungsverfahren vorbereitet. Die aktuelle Veröffentlichung von Jutta Dalhoff, Leiterin des CEWS, „Anstoß zum Aufstieg. Karrieretrainings von Wissenschaftlerinnen auf dem Prüfstand“ (Kleine Verlag 2006), dokumentiert u. a. die umfassenden Evaluationsergebnisse der Befragung der Teilnehmerinnen von Anstoß zum Aufstieg. Diese weisen die Sinnhaftigkeit der Zielsetzung und die Effizienz der Maßnahme für diese große Kohorte eindeutig nach. Neben mehreren Kooperationen mit deutschen Partnerorganisationen zur Verstetigung dieses Instrumentes ist die Europäisierung ein weiterer Nachweis für die Überzeugungskraft des Konzeptes.  

Das CEWS arbeitet im Rahmen von Encouragement to Advance – Training Seminars for Women Scientists, wie auch bei „Anstoß zum Aufstieg“, mit Trainerinnen  des Institutes für Hochschulberatung uni-support sowie mit Referentinnen und Expertinnen aus den sechs Zielländern zusammen. Das EU-Projekt wird außerdem durch eine weitere Evaluationsstudie begleitet, die es erlauben wird, die deutschen Daten mit den Ergebnissen für die geförderten Wissenschaftlerinnen europaweit zu vergleichen.  

Encouragement to Advance – Training Seminars for Women Scientists
Ansprechpartnerin: Anke Lipinsky
Tel: +49 (0) 228 / 96 11 83 -28
Fax: +49 (0) 228 / 96 11 83 -40
anke.lipinsky@cews.org


 

EU-Projekt zu Wissenschaftlerinnen-Datenbanken (DATAWOMSCI)

Wissenschaftlerinnen-Datenbanken sind hervorragend geeignet, um den Anteil von Frauen in Führungspositionen im Bereich Wissenschaft und Forschung deutlich zu erhöhen. Im Rahmen des Projektes „A study on databases of women scientists“ (DATAWOMSCI Project) haben sechs Partnerinnen aus fünf Ländern eine Bestandsaufnahme und Evaluation bereits bestehender Wissenschaftlerinnen-Datenbanken vorgenommen.  

In den nachfolgenden Dokumenten stehen die Ergebnisse dieses Projektes in Form  

  • einer Übersicht über bestehende Wissenschaftlerinnen-Datenbanken und Netzwerke in Europa, 
  • eines Qualitätskriterienkatalogs zum Aufbau neuer und zur Aktualisierung bestehender Wissenschaftlerinnen-Datenbanken und 
  • einer Machbarkeitsstudie über die zukünftigen Nutzungsmöglichkeiten von Wissenschaftlerinnen-Datenbanken, v.a. hinsichtlich eines einfacheren nationalen und internationalen Zugangs zur Verfügung. 

Diese Dokumente können als Hilfestellungen und Leitfäden im Umgang mit Wissenschaftlerinnen-Datenbanken genutzt werden. Die Ergebnisse sollen die Basis für eine bessere und leichtere Nutzung von Wissenschaftlerinnen-Datenbanken in der nationalen und internationalen Wissenschaftsgesellschaft schaffen.  

Eine kurze Einführung in Inhalt und Bedeutung des Projektes ist in Dokument 1. 
 

Projektergebnisse:

  1. Introduction and Methodology (852 KB)
  2. Women Scientists in Europe – Databases and other Resources (1.47 MB)
  3. Best Practice Guideline for Developing and Revising Women Scientists Databases (1.06 MB)
  4. Future Perspectives for Linking Women Scientists Databases – A Feasibility Study (880 KB)
  5. Follow-up of the Project (36 KB) 

Alle Projektergebnisse in einem Dokument:

Databases of Women Scientists – Overview, Best Practice Guideline and Future Perspectives (3 MB) 

 

Projektleitung und Koordination hatte das CEWS. Der Antrag zur Durchführung dieser Studie zu Wissenschaftlerinnen-Datenbanken wurde vom CEWS im Rahmen des 6. Forschungsrahmen- programms der Europäischen Kommission gestellt. Das Projekt hatte eine Laufzeit von zehn Monaten (01.04.2004 – 31.01.2005) und ein Fördervolumen von 140.000 Euro.
 

Projektpartnerinnen:

  1. Center of Excellence Women and Science CEWS, Universität Bonn, Deutschland
  2. DIMEB (Digitale Medien in der Bildung), Universität Bremen, Deutschland
  3. KILDEN Information and Documentation Centre for Women’s Studies and Gender Research in Norway, Oslo, Norwegen
  4. National Contact Centre – Women and Science (NCC-WS), Institute of Sociology, Czech Academy of Sciences, Prag, Tschechische Republik
  5. Observatoire des Sciences et des Techniques (OST), Paris, Frankreich
  6. School of Business and Social Science, Roehampton University, London, Großbritannien

 



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