Kompetenzzentrum Frauen in Wissenschaft und Forschung
Center of Excellence Women and Science CEWS
Grundlegende Aufgabenstellung
Das Kompetenzzentrum Frauen in Wissenschaft und Forschung CEWS ist der nationale Knotenpunkt zur Verwirklichung der Chancengleichheit von Frauen und Männern in Wissenschaft und Forschung in Deutschland. Für dieses Politikfeld gibt das CEWS Denkanstöße, initiiert Veränderungsprozesse, die es wissenschaftlich begleitet, und gestaltet die erforderlichen Transferprozesse zwischen Wissenschaft und Politik aktiv mit.
Das Wirkungsfeld ist international. Eigenverantwortlich und auch gemeinsam mit anderen Institutionen führen wir sowohl deutsche als auch EU-Projekte durch und vernetzen gleichstellungspolitische Best-Practice-Maßnahmen auf hohem Niveau. Um den gesellschaftlichen Auftrag angepasst an die fortlaufenden Veränderungen in diesem Politikfeld erfüllen zu können, schärfte das CEWS seit der Gründung im Jahr 2000 kontinuierlich sein Aufgabenprofil. In den Leistungsbereichen Wissens- und Informationstransfer, Beratung, Vernetzung, Strategieentwicklung sowie Monitoring und Evaluation verfügen die Mitarbeiterinnen des CEWS über umfassendes Know-how. Diese Kompetenzen werden gebündelt, um durch Synergieeffekte den Nutzen für die Zielgruppen kontinuierlich zu erhöhen. Das hohe Niveau des Leistungsangebots beruht auf einem interdisziplinären Team, das insbesondere sozial- und humanwissenschaftliche sowie juristische Kompetenzen umfasst.
Das CEWS versteht sich als wissens- und forschungsbasierte Dienstleistungseinrichtung, die Wissenschaftlerinnen, Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Wissenschaftsorganisationen und politischen Gremien mit seinen Leistungen zur Verfügung steht.
Institutionelle Anbindung
Das CEWS wurde am 29. September 2000 als Drittmittelprojekt der Universität Bonn mit einer 100%-Finanzierung durch das BMBF auf 5 Jahre gegründet. 2003/04 wurde es erfolgreich extern evaluiert. Zur Fortführung der erfolgreichen Arbeit beschloss die Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung (BLK) 2005, die Aufgaben des CEWS in die GESIS (Gesellschaft sozialwissenschaftlicher Infrastruktureinrichtungen), eine Einrichtung der Leibniz-Gemeinschaft, zu integrieren. Seit dem 1.1.2006 ist das CEWS – bei gleichbleibender Aufgabenstellung – eine Abteilung bzw. ein Bereich der GESIS am Standort Bonn.
Zentrale Projekte
Das CEWS führte seit seiner Gründung zahlreiche nationale und internationale Projekte durch (Drittmittelvolumen 2000-2008: 4.855.000€).
Für das Fachprogramm „Chancengleichheit für Frauen in Forschung und Lehre“, das Bund und Länder 2001-2006 im Rahmen des Hochschul- und Wissenschaftsprogramms auflegten, entwickelte das CEWS im Auftrag des BLK-Arbeitskreises „Förderung von Frauen in der Wissenschaft“ eine umfassende Monitoring- und Marketing-Strategie. Die Strategie beinhaltete:
Mit dem Ziel des Monitoring der Gleichstellungspolitik in Wissenschaft und Forschung entwickelte das CEWS im Frühjahr 2003 in Abstimmung mit dem Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) das Konzept des ersten Hochschulrankings nach gleichstellungspolitischen Aspekten. Das erste Ranking wurde im Herbst 2003 veröffentlicht. Im Dezember 2006 führte das CEWS eine Fachtagung zu dem Ranking durch, um die Qualitätssicherung und Weiterentwicklung dieses Instruments sicherzustellen. Mit Fortschreibungen in einem zweijährigen Rhythmus (2005 und 2007) wird eine kontinuierliche Beobachtung der Entwicklungen gewährleistet.
Seit Bestehen ist es eine zentrale Aufgabenstellung des CEWS, politische und wissenschaftsadministrative Gremien sowie Wissenschaftsorganisation zu dem Politikfeld „Gleichstellung in Wissenschaft und Forschung“ zu beraten. So ist das CEWS seit 2000 als beratendes Mitglied der Facharbeitskreise Chancengleichheit in der Wissenschaft der BLK / GWK sowie der GFMK (Gemeinsame Frauen- und GleichstellungsministerInnenkonferenz) tätig.
Die richtungsweisenden Empfehlungen zur Chancengleichheit der HRK (2006) und des Wissenschaftsrats (2007) basieren auf Arbeitsergebnissen des CEWS. Insbesondere zu nennen ist dabei die Publikation von
Für das zunächst nur für Unternehmen konzipierte Total E-Quality Prädikat entwickelte die Sozialforschungsstelle Dortmund, finanziert vom BMBF, ein Bewertungsinstrument für den Wissenschaftsbereich. Seit April 2003 bietet das CEWS beratende Unterstützung für Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen an, die sich um das Total E-Quality Prädikat bewerben wollen. Weiter wurde eine Mitarbeiterin des CEWS aktuell in den Beirat des Projektes „Weiterentwicklung des Total E-Quality Prädikats“ berufen.
Mit Hilfe einer Projektförderung des BMBF (2007-2008) werden die elektronischen Angebote des CEWS in die GESIS integriert und weiterentwickelt. Damit soll das Informationsangebots des CEWS auf einem hohen technischen und informationswissenschaftlichen Niveau weitergeführt sowie ausgebaut werden.
Begutachtungstätigkeit im Rahmen des Professorinnen-Programms
Aktuell fungiert eine Mitarbeiterin des CEWS als Gutachterin der Gleichstellungskonzepte der Hochschulen, die im Rahmen des von Bund und Ländern 2008 aufgelegten Professorinnen-Programms eingereicht wurden. Im Vorfeld war das CEWS an der Konzeptionierung und Detailplanung des Programms maßgeblich beteiligt.
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